Goldpreis

Goldpreis und Edelmetallpreise

Wie wird der Ankaufspreis für Gold ermittelt?

Der Preis, den Sie beim Verkauf von Gold oder Silber erhalten, ergibt sich aus drei Faktoren:

  1. Feingehalt – wie viel reines Edelmetall tatsächlich enthalten ist (siehe Karat-Tabelle unten)
  2. Gewicht – das Gewicht des geprüften Stücks
  3. Tageskurs – der aktuelle Marktpreis für Gold bzw. Silber, der börsentäglich schwankt

Das bedeutet: Zwei gleich aussehende Schmuckstücke können unterschiedlich viel wert sein, wenn sie einen unterschiedlichen Feingehalt haben. Ein Ring aus 333er-Gold enthält deutlich weniger Reingold als ein gleich schwerer Ring aus 750er-Gold.


Richtwert-Tabelle (Beispielrechnung)

Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, wie sich der Reingold-Anteil pro Gramm je nach Feingehalt berechnet. Sie ersetzt keine individuelle Prüfung und keinen tagesaktuellen Kurs.

FeingehaltKaratReingold-Anteil
99924 Karat99,9 %
91622 Karat91,6 %
75018 Karat75,0 %
58514 Karat58,5 %
3759 Karat37,5 %
3338 Karat33,3 %

Hinweis: Diese Tabelle dient der allgemeinen Orientierung zur Berechnung des Reingold-Anteils. Sie stellt keinen verbindlichen Ankaufspreis dar. Der tatsächliche Ankaufspreis ergibt sich erst nach Prüfung vor Ort auf Basis des jeweils aktuellen Tageskurses.

Filiale in meiner Nähe finden →

Karat, Feingehalt und Punzen: Was steht auf meinem Schmuck?

Auf vielen Schmuckstücken findet sich eine kleine Zahl – die sogenannte Punze. Sie gibt den Feingehalt an, also den Anteil an reinem Gold (oder Silber) in der Legierung. Der Rest besteht aus anderen Metallen, die dem Schmuck Härte und Farbe verleihen.

Die gängigen Feingehalte im Überblick

  • 999 (24 Karat): Feingold, nahezu reines Gold. Sehr weich, wird selten für Schmuck, häufiger für Barren und Münzen verwendet.
  • 916 (22 Karat): Hoher Goldanteil, u. a. bei bestimmten Münzen und traditionellem Schmuck verbreitet.
  • 750 (18 Karat): Einer der gängigsten Feingehalte bei Schmuck in Deutschland – gutes Verhältnis aus Wert und Härte.
  • 585 (14 Karat): Ebenfalls sehr verbreitet, etwas härter und günstiger als 750er-Gold.
  • 375 (9 Karat): Niedrigerer Goldanteil, in Deutschland seltener, in anderen Ländern (z. B. Großbritannien) gebräuchlicher.
  • 333 (8 Karat): Der niedrigste in Deutschland zulässige Feingehalt für die Bezeichnung „Gold“.

Warum die Punze nicht immer ausreicht

Die eingeprägte Punze ist ein Hinweis, aber keine Garantie – sie kann verschlissen, gefälscht oder bei reparierten Schmuckstücken nicht mehr eindeutig zuordenbar sein. Deshalb wird der Feingehalt beim Ankauf unabhängig von der Punze durch eine Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF) überprüft. Das ist auch in Ihrem Interesse: So wird sichergestellt, dass der tatsächliche Materialwert und nicht nur die aufgedruckte Zahl die Grundlage für das Angebot bildet.

Und wenn keine Punze vorhanden ist?

Auch Schmuck ohne erkennbare Punze – etwa bei sehr altem oder stark abgetragenem Material – kann in der Regel geprüft und angekauft werden. Die Materialanalyse erfolgt unabhängig von einer sichtbaren Kennzeichnung.

Mehr zum Ablauf des Goldankaufs →

Filiale finden →