Vor einem Verkauf stellen sich viele die Frage, ob ein Schmuckstück überhaupt aus echtem Gold besteht. Es gibt einige erste Anhaltspunkte – eine endgültige Aussage liefert aber erst eine fachliche Prüfung.
Erste Anhaltspunkte
- Punze/Stempel: Eine eingeprägte Zahl wie 333, 585, 750 oder 999 weist auf einen bestimmten Feingehalt hin. Fehlt eine Punze, bedeutet das nicht automatisch, dass kein Gold enthalten ist.
- Magnetprobe: Echtes Gold ist nicht magnetisch. Zieht ein Magnet das Stück deutlich an, deutet das auf unedle Metalle hin. Diese Probe ist jedoch nur ein grober erster Hinweis, kein Beweis – manche Legierungen und vergoldete Stücke reagieren ebenfalls nicht auf Magneten.
- Farbe und Abnutzung: Bei vergoldeten Stücken zeigt sich an stark beanspruchten Stellen (z. B. Ringinnenseiten) mit der Zeit oft die darunterliegende Metallfarbe.
Warum diese Methoden nicht ausreichen
Keine der genannten Prüfungen ersetzt eine fachliche Analyse. Der zuverlässige Weg ist die Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), wie sie bei der Prüfung vor Ort eingesetzt wird: zerstörungsfrei, präzise und unabhängig von Punze oder Optik.
Was, wenn ich unsicher bin?
Bringen Sie das Stück einfach zur Prüfung in eine der Filialen. Die Analyse ist Teil des regulären Ankaufsprozesses und kostet Sie nichts, wenn Sie sich anschließend gegen einen Verkauf entscheiden.